Bürgermeister der Marktgemeinde Neuhofen/Krems

Im Gespräch mit Bürgermeisterkandidat Christian Maurer

Am 26. September tritt Christian Maurer bei der Wahl für das Bürgermeisteramt in Neuhofen/Krems an. Im Gespräch mit Petra Baumgartner erzählt er über sich und welche Themen er für Neuhofen/Krems als wichtig erachtet.

Christian, die Aufgabe als Bürgermeister ist eine sehr verantwortungsvolle und herausfordernde. Warum stellst du dich für dieses Amt zur Verfügung?

Ich bin in Neuhofen/Krems aufgewachsen, ich liebe diesen Ort und habe miterlebt, wie sich Neuhofen/Krems in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Von der überschaubaren Marktgemeinde sind wir mittlerweile auf knapp 7.000 Einwohner angewachsen. Ich lebe gerne hier und möchte meine Heimatgemeinde mitgestalten. Darum bin ich auch schon seit zwölf Jahren im Gemeinderat tätig und habe mich besonders der Umweltthemen angenommen. Als Bürgermeister trägt man aber die Gesamtverantwortung und kann gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft unseres Ortes gestalten. Ich möchte diese Verantwortung gerne für unser Neuhofen/Krems übernehmen.

Welche Herausforderungen siehst du in den nächsten Jahren auf unsere Gemeinde zukommen?

Durch das starke Wachstum in den letzten Jahren sieht man sehr gut, wo die Infrastruktur nicht mitgewachsen ist. Auch das Verkehrsaufkommen ist sehr stark gestiegen und im Ortszentrum stehen immer mehr Gebäude leer. Hier müssen wir rasch Maßnahmen setzen um noch gegensteuern zu können. Ich denke aber auch an unsere Bildungseinrichtungen. Ich bin ja selbst in Neuhofen/Krems zur Schule gegangen. An den Einrichtungen hat der Zahn der Zeit schon ganz schön genagt. Die Sanierung und Erweiterung zu einem modernen Bildungscampus muss konzipiert und gemeinsam mit den Betroffenen so rasch wie möglich umgesetzt werden.

Durch die fortschreitende Klimaerwärmung werden Umweltschutzthemen und Energiesparmaßnahmen immer wichtiger. Wie jeder Einzelne müssen auch wir als Gemeinde in Zukunft alles unternehmen, damit unser Lebensraum lebenswert bleibt und wir unsere Erde ein Stück besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben.

Wie möchtest du diesen Herausforderungen begegnen, was benötigst du dazu?

Wichtig ist mir hier der offene und ehrliche Umgang zwischen den Parteien. Bei den wichtigen Entscheidungen müssen alle frühzeitig eingebunden werden, denn nur miteinander und fernab vom Parteidenken können wir die großen Aufgaben und Projekte die anstehen auch umsetzen. Ebenso muss die Bürgerbeteiligung forciert werden. Die Politik muss für Neuhofen/Krems arbeiten und mit der Bevölkerung gemeinsam die Zukunftsbilder entwickeln. Auch die Vereine und Kulturinitiativen möchte ich intensiv einbinden. Gerade deren Einsatz macht Neuhofen/Krems liebenswert und sie leisten viel für die Gesellschaft. Ich kann auch auf tolle und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde bauen, die sich jetzt schon zum Wohle der Neuhofnerinnen und Neuhofner einsetzen. Man benötigt jetzt nicht nur kurzfristige Lösungen, sondern den Mut zum Weitblick.

Welche Bedeutung hat dein Team bei der Bewältigung dieser Herausforderungen?

Das Team ist ein ganz wichtiges Thema, denn alleine kann man nicht viel bewegen. Ich werde mit einem qualifizierten Team zur Wahl antreten, das die verschiedenen Schwerpunkte und Aufgaben, die in den Ausschüssen und im Gemeinderat zu erfüllen sind, sehr gut abdeckt. Es wird ein breites Team sein, das auch ein Abbild unserer engagierten Gemeindebevölkerung sein soll. In den nächsten Wochen werde ich dieses Team präsentieren und ich freue mich schon auf eine gute Zusammenarbeit.

Du möchtest ja dann Vollzeit als Bürgermeister für Neuhofen/Krems arbeiten. Was machst du jetzt gerade beruflich?

Nach meinem Studium "Industrieller Umweltschutz und Ver- und Entsorgungstechnik" an der Montanuniversität Leoben war ich als Projektleiter auf Industriebaustellen im In- und Ausland für ein internationales Anlagenbauunternehmen tätig. Seit 2013 arbeite ich bei der OÖ Standortagentur Business Upper Austria in Linz und leite dort den Cleantech Cluster. Ich beschäftige mich täglich mit spannenden Zukunftsthemen im Bereich des Umweltschutzes und entwickle mit verschiedenen Fachleuten und Unternehmen Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. Ich bin es gewohnt, wichtige Projekte mit verschiedenen Partnern zielorientiert umzusetzen. Auch Neuhofen/Krems hat viel Potential und es gilt mit aktiver Beteiligung aller Generationen für einen nachhaltigen und sicheren Lebensort für alle zu sorgen.

Du setzt dich auch als Betriebsratsvorsitzender für deine Kolleginnen und Kollegen ein. Wie ist es dazu gekommen?

Das stimmt. Als ich damals im Cluster angefangen habe, ist nach wenigen Wochen die Entscheidung des Eigentümers gefallen, aus vier Firmen eine neue Gesellschaft zu gründen. Ich war zwar noch nicht so lange in der Firma, aber die Kolleginnen und Kollegen sind damals auf mich zugkommen und haben mich gefragt, ob ich einen Betriebsrat gründen möchte, um ihre Interessen bei der Neugestaltung des Unternehmens vertreten zu können. Ich habe damals diese Herausforderung angenommen und bin mittlerweile bereits zweimal wiedergewählt worden. Für dieses Vertrauen und die vielen positiven Erfahrungen bin ich sehr dankbar.

Wie möchtest du die Neuhofnerinnen und Neuhofnern bis zur Wahl von dir überzeugen?

Am liebsten natürlich im persönlichen Gespräch. Hier erfährt man aus erster Hand was den Menschen wichtig ist, welche Anliegen und Projekte vorrangig zu bearbeiten sind. Ich werde also viel unterwegs sein um mit möglichst vielen Neuhofnerinnen und Neuhofnern ins Gespräch zu kommen. In der Kommunalpolitik ist man von den großen Themen bis zu den kleinen Sorgen und Nöten der Bevölkerung da. Mir ist es besonders wichtig, eine vertrauensvolle Beziehung zu allen Menschen in unserer Marktgemeinde zu pflegen.